Kai Schick

Diversifizierung – Erfolgsfaktor und Ergebnis positiver Unternehmenskultur

Februar 13, 2018

Soziale Kompetenz, organisatorische Fähigkeiten, Diplomatie und emotionale Intelligenz sind mittlerweile fester Bestandteil von Management-Trainings. Viele dieser Erfolgsfaktoren sind zwar nicht Frauen vorbehalten, aber sie werden von diesen faktisch häufiger gezeigt. Auf die Kompetenz qualifizierter Frauen können Unternehmen nicht verzichten – und erfolgreiche Unternehmen tun es auch nicht. Denn die Vielfalt von Kompetenzen und unterschiedlichen Perspektiven werden wichtiger denn je. Unternehmen brauchen hochqualifizierte Führungskräfte, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Wie kann Fachkräftebedarf mittel- bis langfristig gedeckt werden und welche Potenziale können Unternehmen erschließen? Das Unternehmen „Tsiel“ sieht die Antwort in der richtigen „Wo-manpower“…

 

Herr Schick, was ist (Ihr) „Tsiel“?

Unser Ziel ist es in erster Linie, Veränderungsprozesse aktiv zu unterstützen. Unternehmen durchbrechen mit uns Muster und schaffen neue Konstellationen, Prozesse und Strukturen. Mit Tsiel Executive Consultants helfen wir, hochkarätige Führungspersönlichkeiten für diversifizierte Teams zu finden, die nicht nur hierarchisch, sondern bewusst auch fachlich-kooperativ geführt sein können. Unser Fokus liegt dabei unter anderem auf Frauen in Führungspositionen.

 

Warum setzen Sie sich als Mann für dieses Thema ein?

Sehen Sie, ich denke nicht in Kategorien. Es ist relevant, was wir damit als Bewegung erreichen können. Mein Wunsch ist es, unsere offene und innovative Gesellschaft in Deutschland von innen heraus zu festigen, um nachhaltig erfolgreich in der Welt bestehen zu können. Hierzu sehe ich die Gleichberechtigung und die Voraussetzungen dafür als zentralen Punkt.

 

Sie sind erfolgreicher Unternehmensberater – was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Kai Schick

Als Unternehmensberater mit Schwerpunkt Ergebnis- und Wertsteigerung zeigt meine Erfahrung, dass große Effekte auch immer an den Schnittstellen zu finden sind. Realisieren können Sie diese nur durch eine starke Veränderungsbereitschaft und Offenheit der Organisation. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind Kooperation und Kommunikation, worin diversifizierte Teams deutlich und durchweg erfolgreicher sind. Sprich: Teams, die ausgewogen aus Frauen und Männern unterschiedlicher Altersstufen bestehen. Fakt ist jedoch, dass der Männeranteil in vielen Branchen immer noch deutlich höher ist, von ungleichen Gehältern ganz zu schweigen. Doch die Anforderungen wandeln sich. Spätestens die Digitalisierung verändert Unternehmen nachhaltig und schafft eine moderne und innovative Unternehmens- und Führungskultur, die neue Möglichkeiten, Arbeitsmodelle und Karrieren eröffnet. Was wir brauchen sind starke Führungs- und Projektteams und dafür möchten wir mit „Tsiel“ ein Bewusstsein schaffen.

 

Müssen wir im 21. Jahrhundert tatsächlich noch immer über das Thema Gleichberechtigung diskutieren?

Frauen und Männer werden nie gleich sein, genauso wie Männer und Frauen unter sich als Individuen nicht gleich sind – und das ist auch gut so. Sehr wohl können wir jedoch eine Gleichberechtigung erreichen, die auf Kompetenz basiert. Denn es geht in erster Linie um Leistungsträger, egal ob männlich oder weiblich. Ich selbst habe zum Beispiel Mathematik studiert und ungefähr die Hälfte meiner Kommilitonen waren Frauen, darunter auch die Jahrgangsbesten.

Ich sehe die Frage aus einer wirtschaftlichen Perspektive und auch aus gesellschaftlicher Sicht: Mit Tsiel wollen wir Strukturen verändern und nicht mit Ratgebern für Frauen im Beruf Diskrepanzen betonen oder erhöhen. In den letzten Jahren haben die politischen Rahmenbedingungen, zum Beispiel die Frauenquote, eine breite öffentliche Aufmerksamkeit erwirkt. Aus diesem sehr wichtigen Push-Effekt ergibt sich jetzt langsam – und ganz natürlich – ein Pull-Effekt. Erfolgreiche Unternehmen erkennen jetzt sukzessive die positiven Effekte diversifizierter Organisationen. Frauen in Führungspositionen sind dabei nicht die Zukunft, sondern schlichtweg zeitgemäß. Sie sind Indikatoren offener und veränderungsbereiter Organisationen.

Deshalb lautet die Antwort auf Ihre Frage: Nein. Ich möchte nicht diskutieren, sondern handeln. Es gibt bereits viele wichtige und richtige Initiativen. Es fehlt nur leider in Unternehmen immer noch vielerorts der Mut, diese auch konsequent umzusetzen.

 

Woran liegt das Ihrer Ansicht nach?

Offen gesagt: Innovationen und Ideen zur Veränderung werden oftmals am Vorteil des Einzelnen und nicht immer im Sinne des Unternehmens bewertet. Natürlich stecken hinter Veränderungsblockaden oftmals Existenzängste und dafür habe ich Verständnis. Wer von seiner Position abrückt, geht ein gewisses Risiko ein. Da möchte man natürlich die Dinge möglichst so lassen wie sie sind, wenn sie einigermaßen funktionieren. Aber einigermaßen wird eben nicht reichen im internationalen Wettbewerb.

Fakt ist, dass wir es uns nicht mehr leisten können, alles so zu lassen wie es ist. Wir stehen gerade erst am Anfang grundlegender Veränderungen der Arbeitswelt und damit unserer Gesellschaft. Gerade trotz der wirtschaftlichen Boomphase ist es jetzt an der Zeit, die Weichen zu stellen. Denn genau vorausschauendes Handeln macht einen wirklich guten Führungsstil aus. Und ich garantiere: Mehr Diversifizierung und dadurch mehr Offenheit und mehr Veränderungsbereitschaft wird zu sehr positiven Entwicklungen führen.

 

Wie möchten Sie das konkret tun?

Unsere Kunden sehen den Bedarf. Sie kontaktieren uns und gemeinsam eruieren wir, wie eine zukünftig erfolgreiche – weil offene und veränderungsbereite – diversifizierte Organisation geschaffen werden kann. Wir verstehen uns nicht als klassische Personalvermittlung, sondern als Team starker und kompetenter Frauen und Männer mit dem Ziel, genau die richtigen Personen zu finden, um diese Veränderungen voranzutreiben.

Dabei sehen wir uns durchaus in der Lage, eine führende Position in Deutschland einzunehmen und die öffentliche Meinung mitzugestalten. Gleichberechtigung herzustellen ist ein riesiger und absolut essenzieller Schritt und diesen ist die deutsche Gesellschaft gegangen. Berechtigungen, Quoten und Gesetze haben in Deutschland die richtigen Druckpunkte gesetzt, die auch weiter ausgebaut werden müssen. Jetzt ist es an der Zeit, die Stärken und Vorteile daraus zu nutzen und die Früchte zu ernten. Es geht nicht nur darum, diese Entwicklung zu akzeptieren oder zu fördern, sondern ganz klar von ihr als Gesellschaft zu profitieren.

 

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